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Haus Gaberhell
Das Haus Gaberhell war lange Zeit das Ausweichquartier der Seehamer Volksschule UND Gründungspate der Seebühne
hzEin Projekt der Volksschule Seeham 1998/99 Vorbereitung:
Schuljahresende 3.Klasse1998

Die Idee:

Die der Schule benachbarte Seehamer Seebühne brachte OSR Dir. Hans Ziller und den Seehamer Künstler Peter Mairinger auf den Gedanken, "Seebühnengeister" mit den Kindern herzustellen, die während der Fest-Spielpause die Seebühne bevölkern, bewachen, sich mit den Seebewohnern unterhalten, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Während der sommerlichen Spielzeit übersiedeln dann die Skulpturen auf das Schulareal und werden entlang der Zugänge zur Seebühne aufgestellt. Sie weisen den Gästen den Weg, beschützen sie ...
Mit den Eigentümern der Seebühne und der Theatergruppe wurde das Einvernehmen hergestellt.
Projektleitung: Dir. Hans Ziller (Klassenlehrer)
Künstlerische Leitung: Dr. Peter Mairinger
Rechtliche Voraussetzung: Beschluss zur Durchführung des Projekts im Klassenforum am Montag, den 12. Oktober 1998)
Zeitraum: 1. Semester des Schuljahres 1998/99, 15 Halbtage bzw. Ganztage, teilweise geblockt (Start in der 2. Oktoberwoche)
Präsentation im Frühjahr 1999 im Rahmen einer Großveranstaltung ("Frühlingserwachen der Seebühnengeister"), zu der die gesamte Bevölkerung Seehams eingeladen wurde.
In der FestSpiel - Saison sind die Skulpturen im Bereich des Geländes vor der Seebühne aufgestellt. Sie werden nach Ende der Spielsaison wieder in ihr "Winterquartier" übersiedelt und warten dort auf das nächste Frühjahr.

Die Geschichte

Regen fällt aus den Wolken. Viele Wassertropfen springen durch die Luft. Jeder setzt sich woanders hin: einer auf ein Dach, ein anderer trommelt auf ein Auto, dieser gleitet in eine Blüte, jener macht eine Rutschpartie über eine Glasscheibe. Viele Tropfen springen den Menschen auf Schultern und Nasen. Der Tropfen, von dem hier berichtet wird, heißt Tripfeltropf . Er ist besonders dick und kugelrund und hat bereits eine lange Reise hinter sich. Diesmal kommt er direkt aus den Wolken und landet im Obertrumersee, unmittelbar neben der Seebühne Seeham. Lange bleibt er still liegen, bald aber beginnt er zu schaukeln und plätschern, zusammen mit einigen Kollegen bildet er eine große Welle. Interessiert setzt er sich auf und sieht sich um. Am Ufer entdeckt er einen kleinen Hügel mit Sitzbänken, unmittelbar vor ihm liegt ein großes Podium, darauf stehen viele schöne Bilder. Was mag das nur sein? Nach ein paar Tagen, Tripfeltropf fühlt sich schon recht wohl in seiner neuen Umgebung, beginnt reges Treiben. Leute kommen und gehen, auf der Bühne wird getanzt, geredet, Musik ist zu hören, Lieder werden gesungen und von dem kleinen Hügel, auf dem am Abend immer viele Leute sitzen, hört der kleine Wassertropfen immer wieder lautes, lustiges Klatschen. Wie er später erfährt ist dies der Applaus für die Seehamer Theatergruppe, für die Schulkinder, die auf der Bühne ein modernes Märchen spielen dürfen, für die Musikkapelle, für einen ganz berühmten Schauspieler, der Geschichten vorträgt und für viele andere, die auf der Seebühne Seeham im Sommer die Gäste erfreuen. Tripfeltropf fühlt sich pudelwohl in seiner neuen Umgebung. Er hat auch schon viele Freunde gefunden. hz

Einem großen, alten Fisch glaubt er nicht, als dieser ihm von einer dicken Haut erzählt, die einmal den ganzen See bedeckt hat. Doch fällt ihm auf, dass es von Tag zu Tag stiller wird, bis eines Tages nicht einmal mehr das Treiben und Jubeln von der Wasserrutsche her zu hören ist. Unser Regentropfen wird traurig. So sehr hat ihm das lustige Treiben gefallen. "Ach ist das langweilig," murmelt er vor sich hin. Aber da hört er eine Stimme, er vernimmt leises Schluchzen.... Quelle: Hutzinger Rosa, Tripfeltropf, aus "Die goldene Leiter"

Die Umsetzung

Eine  Sammelliste wird erstellt und über die Ferien mitgegeben.:

Hölzer: 4x4 und 4x2 Kanthölzer (insgesamt 50 bis 60 m) 
Hartfaserplatten, Bretter bis 25 mm Stärke, alle Arten von Schnittholzresten, ein Wurzelstock wäre gesucht, Haselnusstecken, ganz schön wäre es, dürften wir ein vertrockneten Baum fällen 
Stoffreste in jeder Form, Jutesäcke, Schaumgummiabfälle größeren Ausmaßes, Krawatten 
Peter MairingerLeder, Schnüre, Seile, Gürtel, alte Schuhe (aber groß, z. B. "Goiserer") Stöckelschuhe mit extrem hohen Absätzen (ein modischer Seebühnengeist), Hüte (natürlich alte, möglichst kuriose) 
viele Tierfedern, große, kleine ... (für einen "Flug - Seebühnengeist"?) 
Metalle in jeder Form, verrostet, Formrohre, Bleche, Torstahlstangen, Baustahlgitter, Formrohre, Draht, Kupferrohre (Klangfigur), Draht - Kleiderbügel, Weißblechdosen 
Brauchbares, was sonst im Sperrmüll landet und eventuell für die Herstellung der Skulpturen verwenden kann 
altes bäuerliches Gerät 
Wagenräder, Schubkarren aus Holz 
und sonst noch ... 
H. Z.

Die Skulpturen, das Ergebnis

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  Sogar auf der Kunstmesse in Salzburg waren
  wir vertreten

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Jedes Kind hat selbst eine Dokumentationsmappe erstellt. Darunter befanden sich wahre grafische Kunstwerke. Durch den begleitenden EDV-Unterricht wurde auch eine Webauftritt erarbeitet... (HZ) und online gestellt (leider nicht mehr da).


Das Medienecho war enorm, die Kinder haben viel gelernt - auch viel, was nicht im Regelunterricht gelehrt wird: Verantwortung übernehmen, miteinander arbeiten, Ausdauer und Zielstrebigkeit...

Das Medienecho, einige Beispiele

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WuWaWiWuWaWiWuWaWiWuWaWiWuWaWiWuWaWiWuWaWiWuWaWi

und auch nachher gab es noch Geschichten...

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Die Vorgeschichte zur Rettungsaktion:

Meine Nachbarin, Frau Dr. Wöran mit einem Haus am See, rief mich eines Tages an, dass eine Seebühnenskultur auf dem Obertrumersee treibe. Karl Kreuhuber von der ÖWR Einsatzleitung Seeham und ich machten uns mit dem Motorboot auf die Suche und brachten den Froschgeist wieder heil an seinen angestammten Platz bei der Seebühne zurück.

Dass wir daraus eine eigene Geschichte im Deutschunterricht erarbeiteten, ist besonders schön. Die Kinder lernte ein bisschen Medienarbeit kennen.

Hans Ziller

hzAuch sonst war im Jahre 1999 so Einiges los auf der Seebühne Seeham.
Mehr dazu? Klick! hz